Torffreie Blumenerde

Gärtnern ohne Torf (c) Jutta Rotter/PIXELIO
Gärtnern ohne Torf (c) Jutta Rotter/PIXELIO

Wer denkt beim Kauf von Blumenerde an die Folgen für die Natur?

Vielen Menschen ist nicht bekannt, dass die handelsüblichen Blumen- und Gartenerden zum großen Teil aus Torf bestehen. Um den zu gewinnen, wird in Deutschland auf dem letzten 1 % der verbliebenen Restmoorflächen auch heute noch Torf abgebaut. Dies findet vor allem in Niedersachsen statt. Für den Bedarf von jährlich rund 10 Mio. Kubikmetern werden die zum Abbau genehmigten deutschen Torfvorräte aber schon in etwa 10 Jahren erschöpft sein. Fatalerweise wird deswegen auf die bisher noch großflächig erhaltenen Moore vor allem im Baltikum ausgewichen. Nachdem in Deutschland 99 % aller Moore vernichtet wurden, schreitet die Zerstörung nun auch dort voran – angekurbelt durch den deutschen Verbrauch an Blumenerde.

Torffreie Blütenpracht (c) Max Müller/PIXELIO
Torffreie Blütenpracht (c) Max Müller/PIXELIO

Torffreie Blumenerde schützt die Moore und das Klima

Inzwischen haben einige Hersteller das Problem erkannt und bieten torffreie Blumenerde an. Diese wird auf Basis von Kompost, Rindenhumus und Holzfasern hergestellt und beinhaltet teilweise auch Tonminerale und Lavagranulate. Weil die Nachfrage das Angebot bestimmt, können Sie mit jedem Kauf von torffreier Blumenerde den Markt beeinflussen und ein Zeichen für den Schutz der Moore und des Klimas setzen. Verzichten Sie auf torfhaltige Blumenerde und fordern Sie Freunde und Bekannte auf, es Ihnen gleichzutun.

Moorzerstörung für Blumenerde (c) Henning Kunze
Moorzerstörung für Blumenerde (c) Henning Kunze

BUND-Moorland-Einkaufsführer

Für torffreie Blumenerden listen Ihnen die BUND-Moorland-Einkaufsführer konkrete Hersteller und Bezugsquellen bei Gartencentern und Baumärkten.

Einen Test torffreier Blumenerden hat Öko-Test herausgegeben.