Tiere und Pflanzen der Moore

Weil Moore extreme Lebensräume zwischen Land und Wasser sind, gibt es viele hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die nur dort vorkommen. Teilweise sind es Arten, die sich wie die Zwergbirke (Betula nana) als „Eiszeitrelikte“ seit der Entstehung unserer Moore in ihnen gehalten haben.
Und Moor ist nicht gleich Moor. Es gibt eine große Fülle an verschiedenen Moortypen, die oft in kleinräumigen Verzahnungen miteinander vorkommen und eine hohe Standortvielfalt bedeuten. Weil Moore zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen unserer Zeit gehören, sind auch viele der in ihnen lebenden Tiere und Pflanzen bedroht.

Für Pflanzen sind besonders Hochmoore, die nur mit nährstoffarmem Regenwasser gespeist werden, die Heimat von Hungerkünstlern. Damit sie die spärlichen Nährstoffe des Untergrundes wenigstens ganzjährig ausnutzen können, sind Moorpflanzen immergrün. Gleichzeitig sind ihre Blätter mit einer dicken Wachsschicht überzogen, was sie vor einer zu starken Verdampfung des gespeicherten Wassers schützt, wenn sich die oberen Schichten des Hochmoores im Sommer stark aufheizen. Eine besondere Anpassung sind fleischfressende Pflanzen, die zusätzliche Nährstoffe über den Fang von Insekten beziehen.

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Sonnentau (c) Henning Kunze
Hochmoor-Bläuling (c) Frank Brüning/mirage-foto.de
Wollgrass (c) Georg Wietschorke
Moorfrosch (c) Christian Fischer
Torfmoos (c) Henning Kunze
Nordische Moosjungfer (c) Frank Brüning/mirage-foto.de