Sonnentau

Mittlerer Sonnentau (c) Henning Kunze

Die Sonnentau-Arten (Drosera spec.) sind aufgrund des Nährstoffmangels im Moor zu „Fleischfressern“ geworden. Auf ihren rötlichen Blättern haben sie kleine bewegliche Tentakel mit klebrigen Tropfen. Durch deren Schimmern imitieren sie Tau, der durstige Insekten anlockt. Sobald zum Beispiel eine Libelle damit in Kontakt gekommen ist, gibt es kein Entrinnen mehr. Die Pflanze klappt ihre Tentakel zusammen und beginnt das Insekt zu zersetzen. Die bei der Verdauung aus dem Insekt gelösten Nährstoffe werden über die Blätter aufgenommen. Damit sich der Sonnentau jedoch nicht die für seine Blütenbestäubung notwendigen Insekten wegfängt, haben seine Blüten lange Stängel für einen ausreichenden Abstand zu den klebrigen Blättern.

Aller drei in Deutschland vorkommenden Arten, der Rundblättrige Sonnentau (D. rotundifolia), der Mittlere Sonnentau (D. intermedia) und der Langblättrige Sonnentau (D. anglica), stehen bundesweit auf der Roten Liste.


Quellen:
www.floraweb.de
www.wikipedia.de