Moorfrosch

Moorfrosch (c) Christian Fischer

Der Moorfrosch (Rana arvalis) kommt vor allem in Nord- und Ostdeutschland vor. Ein besonderes Erkennungsmerkmal sind die für kurze Zeit im Frühjahr blau gefärbten Männchen der ansonsten unscheinbar braunen Art. Die Art laicht sehr früh und nur kurz im Jahr (hauptsächlich im März), dann aber in großer Zahl synchron (Explosivlaicher). Den Paarungsruf hört man dann speziell in der frühen Abendzeit. Er ist recht leise und klingt wie "wuog wuog", ähnlich dem Blubbern von Luftblasen im Wasser. Die Laichballen sind etwa faustgroß und oft an einer Stelle im Gewässer konzentriert. Nach dem Ablaichen verlassen die Moorfrösche zwischen Mitte April und Mitte Mai wieder das Gewässer. Fortan leben sie in ihrem Sommerlebensraum an Land und ziehen sich dort ab September zur Überwinterung zurück. In freier Wildbahn sind Höchstalter von etwa 10 Jahren nachgewiesen.

Der Moorfrosch ist in Deutschland stark gefährdet (Rote Liste 2). Hauptursache ist der auf Entwässerung und Torfabbau zurückgehende Verlust geeigneter Laichgewässer.


Quellen:
Nöllert, A. &  C. Nöllert (1992): Die Amphibien Europas. Bestimmung, Gefährdung, Schutz. Stuttgart.
www.amphibienschutz.de
www.froschnetz.ch