Nordische Moosjungfer

Nordische Moosjungfer (c) Frank Brüning/mirage-foto.de

Die Nordische Moosjungfer (Leucorrhinia rubicunda) ist von Ende April bis Juni in Hochmooren v. a. in Norddeutschland zu beobachten. Mit wippenden Hinterleibsbewegungen legen die Weibchen ihre Eier auf im Wasser schwimmenden Torfmoosen ab. Die Entwicklung bis zur ausgewachsenen Libelle dauert mindestens zwei Jahre, wobei die Larven mit dem sauren und sauerstoffarmen Wasser auskommen müssen, in dem nur wenige Nahrungstiere vorkommen.

Die Nordische Moosjungfer ist auf den ersten Blick recht unscheinbar. Wie alle Moosjungfern hat sie einen weißen Gesichtsfleck (Stirn/Nase). Zu unterscheiden ist die dunkel gefärbte Segellibelle an ihren roten (Männchen) oder gelben (Weibchen, junge Männchen) Hinterleibsflecken in Kombination mit ihren vier dunkelroten Flügelmalen. Die Arten Große Moosjungfer (Leucorrhinia pectoralis) und insbesondere die Kleine Moosjungfer (Leucorrhinia dubia) sind jedoch sehr ähnlich. Mit letzterer kommt die Nordische Moosjungfer zudem oft gemeinschaftlich vor.

Aufgrund ihrer Spezialisierung auf Moorbiotope ist die Nordische Moosjungfer in Deutschland stark gefährdet (Rote Liste 2).


Quellen:
Bellmann, H. (2010): Der Kosmos Libellenführer: Alle Arten Mitteleuropas. Stuttgart.
www.wikipedia.de
www.natur-lexikon.com
www.insektenbox.de