Die Idee des Moorland-Projekts

Im Zuge der Anstrengungen für den globalen Klimaschutz geraten zunehmend auch entwässerte Moore ins Blickfeld. Lebende Moore speichern große Mengen Kohlenstoff (Senkenfunktion), entwässerte Moore setzen dieses Klimagas in erheblichem Maße wieder frei (Quellenfunktion). Entscheidend ist ein ausreichend hoher Wasserstand.

95 % der Moore in Deutschland sind nutzungsbedingt entwässert. Diese emittieren etwa 43,8 Mio. Tonnen klimaschädliche Gase, auch CO2 Äquivalente genannt. Das entspricht einem Anteil von 4,6 % an den gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland.1

Weltweit sind Moore die wichtigsten terrestrischen Kohlenstoffspeicher. In ihrem Torfkörper speichern sie auf nur 3 % der Landfläche doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Welt in ihrer Biomasse.2

In Niedersachsen bedecken Moore rund 8 % der Landesfläche und sind für ca. 12 % der niedersächsischen Gesamtemissionen verantwortlich. 1

 

Zur Minderung der großen Treibhausgasemissionen ist neben dem Schutz der letzten noch intakten Moore insbesondere die Wiedervernässung erfolgversprechend. Hierfür gibt es zwar viele geeignete Flächen, doch fehlen den Akteuren im Moorschutz oft die Investitionsmittel.

Die "Moorland® KlimaSpende" verbindet die Möglichkeit, von uns Menschen verursachte Treibhausgasemissionen naturnah zu vermindern, indem Moore wiedervernässt werden.

Erfahren Sie hier mehr über die „Moorland®-KlimaSpende“.

 

1 Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Hrsg. (2016): Programm Niedersächsische Moorlandschaften. Grundlagen, Ziele, Umsetzung, Hannover.

2 Parish, F., Sirin, A., Charman, D., Joosten, H., Minayeva, T., Silvius, M. and Stringer, L. (Eds.) 2008. Assessment on Peatlands, Biodiversity and Climate Change: Main Report. Global Environment Centre, Kuala Lumpur and Wetlands International, Wageningen.