Unsere Qualitätskriterien

„Moorland®-KlimaSpenden“ zeichnen sich durch verschiedene Qualitätskriterien aus.

 

1. Zusätzlichkeit

Aus dem mit „Moorland®-KlimaSpenden“ gespeisten Moorfonds werden ausschließlich zusätzliche Projekte finanziert, d.h. die Klimaschutzprojekte können erst durch eine Finanzierung aus dem Moorfonds umgesetzt werden.

2. Berechnungsgrundlage

Die prognostizierten Treibhausgaseinsparung eines Klimamoores werden auf Grundlage der von Drösler et al. (2011)1 vorgelegten moortyp- und nutzungsabhängigen Emissionsfaktoren berechnet. Dabei wird zusätzlich ein Sicherheitsabschlag von 3 Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr vorgenommen.

3. Dauerhaftigkeit

Die mit dem Anteilschein bescheinigte Kompensationsleistung von einer Tonne CO2-Äquivalenten bezieht sich auf einen Zeitraum von 20 Jahren. Dies stellt einen realistischen Zeitraum dar, indem die anschließende Betreuung, die Erfolgskontrolle und der Zugriff auf die Fläche gewährleistet werden kann.

4. Zusätzliche positive Effekte

„Moorland®-KlimaSpenden“ haben weitere positive Effekte im Bereich Natur-, Arten-, Boden- und Gewässerschutz. Auch als einzigartige Archive der Kulturgeschichte stellen Moore schützenswerte Landschaften dar. Ihre „Moorland®-KlimaSpende“ unterstützt dies!

5. Transparenz

Der mit Experten besetzte unabhängige Vergaberat prüft die Anträge für Klimamoore auf der Grundlage der erarbeiteten Vergaberichtlinien und prüft somit das beantragte Klimamoor auf Durchführbarkeit und ausreichende Reduktionsleistung. Damit entscheidet er, welche potenziellen Klimamoore eine Zuwendung aus dem Moorfonds erhalten.

 

Vergaberat des Moorfonds (von links): Marcus Rudolph, Dr. Karin Jahn, Dr. Heinrich Höper, Dr. Reinhard Löhmer, Dr. Cord Peppler-Lisbach. Es fehlt: Franziska Stenzel.

 

Ratsmitglieder sind im Einzelnen:

Dr. Cord Peppler-Lisbach
Biologie / Vegetationskunde

Universität Oldenburg, Landscape Ecology Group, Department of Biology, Earth and Environmental Sciences

Dr. Karin Jahn
Klimaschutz

Fraunhofer-Institut (IFAM) - Energiesystemanalyse
(ehemals Bremer Energie Institut)

Dr. Heinrich Höper
Treibhausgas-Emissionen organischer Böden

Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Hannover

Dr. Reinhard Löhmer
Naturschutz / praktischer Moorschutz

Sprecher der Faunistischen Arbeitsgemeinschaft Moore (FAM)

Marcus Rudolph
Naturnaher Wasserbau

Landkreis Cuxhaven, Fachgebietsleiter Wasserwirtschaft

Franziska Stenzel
Tourismus

Bremerhaven Touristik

1 Drösler et al. (2011): Klimaschutz durch Moorschutz in der Praxis. Ergebnisse aus dem BMBF-Verbundprojekt „Klimaschutz - Moornutzungsstrategien“ 2006-2010. vTI-Arbeitsberichte 4/2011.